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Motte - Ein gelungenes Mix zweier
einzigartigen und starken Pony-Rassen!
Shetland-Pony, deren Eigenschaften, Herkunft und Geschichte
Die Shetland Inseln - unwirtlich und faszinierend - Es 117 Inseln mit insgesamt 1430 km² (durchschnittlich 12,2 km²)
- Davon 24 bewohnt mit ca. 23000 Menschen
- Hauptsächlich Fischfang und –verarbeitung
- Auch Ackerbau (Gerste, Hafer, Flachs, Kartoffeln) auf 3,5 % der Gesamtfläche (vorwiegend in fruchtbaren Tälern und im Küstenbereich)
- 90 % extensiv bewirtschaftet
- Höchste Erhebung 450 m, sonst 40 bis 100 m, dennoch steil abfallende Küstenlinie
- Die Inseln sind felsig und stark zerklüftet dennoch zu 90 % mit 1 m hohen Moorschichten bedeckt
- Kümmerliche Vegetation (vorwiegend Isländisch Moos, Heidekraut)
- Blaubeersträucher und kleinere Grasflächen
- Am Strand wächst Seegras, wenn's nicht gerade eine Klippe ist
- Bäume und Büsche fast nicht vorhanden (außer angepflanzte Obstbäume hinter Mauern und die Menschen wissen schon warum sie Mauern statt Zäune bauen)
- Rhabarber wächst reichlich, wird aber nicht gefressen
- In Tiefmooren sind noch Reste von Eichen und Birken vorhanden
- Maritimes Klima (feucht und praktisch keinen sturm- und regenfreien Tag) dennoch relativ mild
- Im Sommer scheint die Sonne nur stundenweise
- Jahresdurchschnittstemperatur mit 7° C, etwa 2° unter der Mitteleuropas, bei einer Temperaturschwankung von 8,1 (kaum 50 % des gültigen Wertes für Deutschland)
- Januar 2004 bis April 2005 lag die Temperatur zwischen 0° C und 17°C
- Regenmenge im Jahresdurchschnitt: 95 cm
- Die Sommer sind kurz
- Die Winter mäßig kalt, nebelig und meist schneearm
Der Ursprung der Ponies - auf den Inseln
| - Die Picten brachten keltische Ponies (keine Shetty- eher edle Isi-Typen!) mit Schiffen zu den Inseln
- Seit der Altsteinzeit ist der Shetty-Typ nachweisbar
- In den Jahren 850 bis 933 kamen größere skandinavische Ponys auf die Inseln, konnten sich aber nicht durchsetzten
- Im Mittelalter waren Shetlandponies unter dem Begriff Sheltties bekannt
- Ähnliche kleine Typen der Highlandponies hießen Shulties
- 1700: die Ponys der Shetlandinseln sind kleiner (70 bis 95 cm) als die der Orkneyinseln (91 bis 102 cm)
- 1700: Alter von 26 bis 30 normal (werden älter und kräftiger, wenn sie nicht vor 4 jährig zur Arbeit gezogen werden)
- Die Kleinsten stammen von den Inseln Yell und Unst (entsprechen den Mini Shettys)
- 1840 waren die Ponies bemerkbar kleiner als 1810 (wegen der günstigeren Preise für größere)
- 1850 begann erstmalig Einsatz in Minen (600 Ponies im ersten Jahr)
- Einkreuzung größerer Ponies (meist Fjodhengste und einige Islandhengste bis 130 cm) wieder ohne Wirkung
- 1855 importierte Arthur Nicolson ein Mustanghengst (Bolviar) auf die Insel Fetlar
- Der auf Bolvair und einen arabischen Vollbluthengst zurück gehende Fetlar – Stamm erreichte eine Größe von 125 cm ist elegant (leichterer Kopf feines Haar, dünnere Röhre, schmalerer Rumpf), schnell, sehr lebhaft (weicht von Typ sehr vom Shetty ab), vorwiegend Rappen. Es ist möglich das Prince of Wales ASPC 1190 dieser Zucht entstammt.
- 1869 begann Lord Londonderry die planmäßige Zucht
- 1891 wurde das Stutbuch mit 84 Hengste und 408 Stuten gegründet
- 1899 wurden die meisten Londonderry – Gestüte aufgelöst, die Zucht aber voll erhalten (durch Stutbuch Gründung von 1891)
- Islandhengste brachten eine Verstärkung der Scheckfarben
- Seit 1945 vermehrt Schecken
- Minimalgröße liegt bei 70 bis 75 cm
- Durchschnitt um 100 cm
- Natürliche, nicht züchterische, Verzwergung!
- Zulässige Größe für 4jährige und ältere Ponies ist mit 106,7 (~107) cm festgelegt
- Auf den Inseln fressen die Ponys im Sommer Moos, Gras und Heidekraut
- Auf den Inseln fressen die Ponys im Winter Seegras und Seetang (Zufütterung von Heu bei Menschen)
- Traglast beträgt ca. 50 % des Körpergewichtes! Zumindest beim kräftigen Original-Typ. (Last, nicht Reiter!!!)
- Oft erst mit 7 Jahren ausgewachsen
- Die Spätreife wirkt sich auf Zahnwachstum aus
- Der Zahnwechsel ist unregelmäßig
- Die Milchschneidezähne erscheinen später als bei Großpferden (ca. 2 Wochen später)
- Zahnoberflächenabrieb weist beim Shetty auf 1 bis 3 Jahre mehr hin (in mitteleuropäische Zuchten 1 bis 2 Jahre) dadurch werden sie oft älter geschätzt als sie sind.
- Auch im hohen Alter sind noch 13 km / h bei mehreren Stunden *Dienst* möglich, ohne Altersanzeichen
- Häufigste Grundfarbe schwarz, gefolgt von Braun (meist Graubraun und Dunkelbraun)
- Füchse seltener (werden aber immer mehr)
- Weißgeborene und Isabell kommen vor (werden auch immer mehr)
- Abzeichen fast nie, oder nur sehr klein (häufig in Schecklinien)
- Der Größe entspricht das Gewicht (140 bis 220 kg bei 90 bis 107 cm bei erwachsenen Ponies)
- Die Körperlänge liegt nur unwesentlich über dem Stockmaß, aber dennoch stehen sie im Rechtecktyp
- Alle Farben, außer Tigerschecken, erlaubt
- Bevorzugt werden Rappen, Braune, Füchse, Schimmel, Schecke, Wildfarben (Falbe, Windfarbe, Isabell)
| | | | Shetland Ponies sind auf der ganzen Welt Zuhause | | Schon vor der Stutbuchgründung wurden die ersten Ponies nach Amerika verschifft. | | 1884 importiere Robert Lilburn aus Wisconsin / USA, eigentlich ein Rinderimporteur, einige Shetlands aus der Herde des Marquis of Londonderry, der 1889 einweitere Gruppe folgte. Im Jahr zuvor (1888) wurde das amerikanische Stutbuch (ASPC) gegründet. | | Bereits 1900 - 1904 begann unter dem ASPC - Präsidenten Charls E. Bunn die Umzüchtung aus dem kaltblütigen Shelty zu einem edlen, hochbeinigen "amerikanischen" Pony. Das Ergebnis nannte man Original American Shetland. Seit 1980 heißen diese Ponies Classic American Shetland. | | Nicht zu verwechseln mit dem Modern American Shetland welches Mitte der 60er Jahre durch Einkreuzung von Hackney Ponies entstand. Dieser Typ ist in Deutschland (noch) nicht zu finden. |
| | Im Jahr 1900 importierten Hans Bongardt und Carl Hagenbeck erstmals Shetland Ponies nach Deutschland. 1920 folgten weitere Importe, die nichts mit denen der Hagenbecks zu tun hatten. Tiere mit den Suffix "von Haus Hülsdonk" und "von Miel" sind auf diese Importe zurück zu führen. | | 1967 holte Dieter Grober vom Gestüt Clus, Original American Shetlands nach Deutschland, um ein leichteres Pony mit besseren Sporteigenschaften zu züchten. | | Anfang der 60er Jahre brachte Harry Schneurer aus Hamburg die englischen Hengste Maestoso und Rahjah nach Deutschland. Bis vor kurzem waren noch fast alle Tigerschecken auf diese beiden Hengste zurück zu führen. | | Es war nicht einfach und erforderte viel Zeit deren Nachkommen so umzuzüchten, das sie dem Zuchtziel Shetlandpony entsprachen. |
| Wann Shetlands oder Sheltties, bzw. Shelty in andere Länder reisten ist mir nicht bekannt. Aber die Niederländer hatten bereits vor den Deutschen die ersten Shettys.
Das Zuchtziel - oder wie sich die Geister scheiden
| | Das Mutterstammbuch liegt in Groß Britannien. Alle Ponies mit dem Kürzel SPSB sind im britischen Stammbuch eingetragen. Ärgerlicherweise werden die Ahnen in den deutschen Papieren immer mit DE - Nummern eingetragen. Diese Nummern sollen eigentlich die SPSB - Nummer enthalten, tun sie aber nicht immer. Manche Tiere werden sogar mit abweichenden DE- Nummern geführt. | | Das selbe gilt leider auch für die ASPC und S und RS Nummern anderer Länder. | | Das Mutterstutbuch bestimmt für alle Shetland Ponies der Welt das Zuchtziel. Alles was diesem Zuchtziel nicht entspricht darf sich auch nicht Shetlandpony nennen, bzw. bei reiner Abstammung dennoch nicht in die Zucht gelangen. |
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| Rasse | Shetland Pony | | Herkunft | Shetland Inseln, aber in allen Ländern gezüchtet | | Größe | 3jährig nicht über 105 cm | | 4jährig und älter nicht über 107 cm | | Typen | Shetlandpony unter 87 cm | | Original 87 bis 107 cm | | Farben | alle, keine Tigerschecken | | Gebäude | Kopf | kleiner, gut getragener und proportionierter Kopf; intelligentes, dunkles, freundliches Auge; kleine aufgestellte, nicht zu eng stehende Ohren; genügend lange Maulspalte; große Nüstern; Zähne und Kiefer müssen korrekt sein | | Hals | kräftig; nicht zu tief angesetzt; mit dichter Mähne | | Körper | Rechteckformat; Schulter schräg platziert; breite Brust; tiefgeripptes Mittelstück; nicht zu kurze Kruppe; gut bemuskelte Hinterhand; gut behaarter Schweif | | Fundament | kräftig, korrekt; kurzes kräftiges Röhrbein; harte runde Hufe | | Bewegungsablauf | korrekt, raumgreifend, elastisch und leichtfüßig | | Einsatzmöglichkeiten | kleines Reit- und Fahrpony; besonders als Anfangspony für Kinder geeignet | | Besondere Merkmale | klug, genügsam, langlebig, fruchtbar und robust, gutartiges Temperament |
| Das sind große Charaktere in kleinen Körpern. | | Es sind Pferde mit einer sehr großen Leistungsfähigkeit und -bereitschaft. | | Bei konsequentem Umgang und Erziehung absolut zuverlässige Kameraden die mitdenken. | | Bei ausgewogener Ernährung und artgerechter Haltung unsagbar robust, gesund, fruchtbar und vor allem auch langlebig. |
| Es sind Bewegungskünstler. Zum einen beim Aus- und Einbrechen, zum andern in ihren Gängen, denn der Nähmaschinengang ist nicht typisch. Besonders aber beim Spielen und Toben mit Artgenossen. | | Kaum eine andere Rasse ist so vielseitig in der Farbverteilung, den Typen und Einsatzmöglichkeiten. | | Sie sind keines Wegs *einfacher* zu Halten und zu Füttern. Sie bereiten aber bei Berücksichtigung ihrer Ansprüche weder mehr noch weniger Arbeit als die großen Kollegen. | | Ihre Pfiffigkeit ist kein Vorurteil, sondern die Wahrheit. Ich kenne kaum ein anderes Tier das so schnell Lektionen und auch Blödsinn lernt. | | Schwächen und Träumereinen werden von ihnen direkt geahndet. So schulen sie Selbstbeherrschung und Disziplin bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen. | | Shetlands verzeihen vieles, aber sie vergessen nichts! |
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